Stadionsportfest und C-Cup-Finale in Weilheim

Nach spätsommerlichen 24° Celsius am Vortag wirkten die 12 – 14 ° am Sonntag in Weilheim doch etwas kühl. Wenigstens hörte punktlich zum Start der Regen auf, so dass trotz des etwas böigen Windes noch akzeptbable Bedingungen herrschten. Die Weitsprunganlage erwies sich sogar als rekordverdächtig, da zahlreiche Athleten/-innen ihre persönlichen Bestleistungen verbesserten.

Für die U8 und die U10 gab es einen so genannten spielerischen Dreikampf, bei dem der 50m-Parcour mit kleineren Hindernissen versehen wahr, der Weitsprung über einen – blau verpackten – Karton (Bananenkiste) ging und der Schlagballweitwurf über das Fußballtor erfolgte.

Obwohl im Gegensatz zu der kommenden neuen „Kinderleichtathletik“ eine Einzelwertung im Dreikampf erfogte, in welche im Weitsprung und Schlagballwurf jeweils die besten beiden Versuche einflossen, hielt sich die Begeisterung bei meinem Sohn trotz seines überlegenen Sieges in Grenzen, da keinerlei Vergleichbarkeit mit anderen Wettbewerben (Schülersportfesten) gegeben ist und die spielerischen Elemente doch reichlich gekünstelt sind. Konnte man beim Schlagballwurf über das Fußballtor dieses ganz einfach vernachlässigen, da die Athleten auch so ihre üblichen Weiten erzielten, so war der Karton beim Weitsprung zwar ebenfalls so gut wie ohne Einfluss auf die erzielbare Weite, doch musste die Kampfrichterin bei jedem Sprung denselben mit einer Hand zur Seite schieben (und zurück), damit sie mit der anderen Hand das Maßband durchziehen konnte. Da fragt man sich zwangsläufig: „Warum einfach, wenn’s kompliziert auch geht?“

Wesentlich interessanter war da schon der Dreikampf der U12, der – etwas ungewöhnlich – aus 50m-Hürden, Weitsprung und 800m-Lauf bestand und die letzte Möglichkeit bot, im C-Cup noch die eine oder andere Lücke zu schließen und sich in Position zu bringen.

In der W10 siegte in der Gesamtwertung des C-Cups überlegen Semira Reiser vom heimischen TSV Weilheim mit 2.328 Punkten aus sechs Disziplinen, wobei sie in vier Disziplinen (50m, 50m Hürden, Weitsprung und Hochsprung) mit Bestleistungen glänzte.

Ebenso souverän siegte Denise Jäschke bei der W11 mit 2.748 Punkten. Um Platz 2 gab es ein enges Finish zwischen Iris Herbst (TSV München-Ost) und Lena Gruber (TSV Haar), das erstere im abschließenden  800m-Lauf knapp für sich entscheiden konnte.

In der M10 siegte Markus Fischer vom SC Prinz Eugen München, wobei allerdings der elftplatzierte Joel Akue (SV Putzbrunn) mit nur fünf gewerteten Disziplinen gute Siegchancen gehabt hätte.

In der M11 setze sich der spint- und sprungstarke Jil Maurice Gorzawsky (TSV 1860 München) mit 2.486 Punkten gegen die wurfstarkenTobias Hübner (Post SV München) und Daniel Jagr (TSV Trudering) durch.

Insgesamt war der C-Cup über die ganze Saison ein spannender und aussagekräftiger Wettbewerb, um den es jammerschade wäre, wenn er im nächsten Jahr der neuen „Kinderleichtathletik“ zum Opfer fallen sollte.

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