Schülersportfest 2013 Baierbrunn

Das traditionelle Sportfest für Kinder und Schüler der Jahrgänge U8, U10 und U12 in Baierbrunn stand diesmal unter einem unglücklichen Stern.

Nicht nur, dass schon zu Beginn mehrfach die Zeitmessung versagte, so dass einzelne Kinder zwei Mal hintereinander sprinten mussten.

Auch die beiden Sprunganlagen für den Weitsprung sorgten für recht unterschiedliche Bedingungen, da zumindest die Anlage 1+2 im wahrsten Sinnes des Wortes eine Sprung“grube“ darstellte.

Und nachdem die Organisation ohnehin schon in Verzug war, nahm das Unglück beim Hürdensprint seinen Lauf. Neben mehreren Stürzen mit Abschürfungen gab es schließlich auch noch einen üblen Armbruch, der zum Einsatz des Rettungshubschraubers auf dem Sportplatz führte. Damit war der zeitliche Rahmen nun endgültig gesprengt, da durch den Beginn am Freitag Nachmittag um 16 Uhr wenig Spielraum verblieb.

Als nach 22 Uhr immer noch keine Ende abzusehen war, haben wir uns endlich auf den Heimweg gemacht.

Ach ja – und beachtliche sportliche Leistungen gab es auch noch. Doch angesichts der Umstände und der mangelnden Vergleichbarkeit möchte ich darauf nicht mehr eingehen.

Bleibt die Hoffnung, dass das Sportfest auch nächstes Jahr fortgeführt wird – vielleicht mit ein paar zusätzlichen Fuhren Sand und neuen- weniger sperrigen – Pappkartonhürden.

 

 

Münchner Schulmeisterschaft 2013 im Weitsprung

Zum ersten Mal im Vorprogramm des internationalen Jump&Fly-Wettbewerbs – einer Kombination aus Weitsprung und Stabhochsprung – wurde in diesem Jahr die Meisterschaft der Schulen Münchens im Weitsprung ausgetragen. Obwohl der Wettergott ausgerechnet zu Beginn der Veranstaltung die letzten Wolken vor dem langersehnten Hoch über München ausregnen ließ und es recht kühl war, konnte der Wettbewerb unter recht guten Bedingungen stattfinden, was die hervorragenden Ergebnisse letztlich auch beweisen.

In den Jahrgängen 2000 bis 2006 hatten viele Münchner Schulen im Rahmen des Sportunterrichts an den Vorausscheidungen teilgenommen. Die jeweils fünf Jahrgangsbesten duften am Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle und neben der Residenz zum Endkampf antreten. Obwohl die Zuschauer-Kulisse am Vormittag noch eher bescheiden war, waren die Kinder und Jugendlichen begeistert, kurz vor den internationalen Assen auf einer weltranglistentauglichen Kombinationsanlage für Weit- und Stabhochsprung-Anlage ihr Können zeigen zu können.

Aus den zahlreichen ansprechenden Leistungen ragten die 4,92 m in der M13 von Frank Evina (Wilhelm-Busch-Realschule) , die 4,85 m in der W12 von Iris Herbst (Theresia-Gerhardinger-Realschule), die 4,70 m in der M12 von Joshua Becker (Pestalozzi-Gymnasium) und die 3,81 in der M09 von Armin Kuffer (St.-Martin-Grundschule) heraus.

Schließlich wurden die Sieger neben Urkunden und Medaillen auch mit schönen Sachgeschenken von Sponsoren – wie z.B. Eintrittskarten für das (Frauen-) Länderspiel Deutschland – Japan in der Allianz-Arena – belohnt. Bleibt zu hoffen, dass sich die Veranstaltung noch mehr herum spricht und nächstes Jahr (fast) alle Münchner Schulen an der Meisterschaft teilnehmen.

 

Schülerrunde Olching 2013

Das traditionell am 1. Mai abgehaltene Schülersportfest in Olching könnte erneut seine Attraktivität unter Beweis stellen, obwohl ungünstige Wettervorhersagen bis zuletzt Unsicherheit verbreiteten. Bei zu guter Letzt passablen äußerlichen Bedingungen kämpften 320 KInder und Schüler – zu letzten Mal – im traditionellen Drei- bzw. Vierkampf um die Siege.

Von der U8 bis zur U12 waren fast alle, die in der Kinder- und Schülerleichtathletik im Großraum München Rang und Namen haben, gekommen und boten wie immer schon zum Saisonauftakt beachtliche Leistungen.

Herausragend waren meines Erachtens in der einzelnen Altersklassen:

U8
Kilian Mayer (M07) TSV Olching – 50 m in 9,30 s

U10
Fabian Kupfer (M09) TSV Schleißheim – Schlagball 45,00 m

U12
Jan Schock (M10) LG Kreis Dachau – Weitsprung 4,16 m

U14
Iris Herbst (W12) LG Stadtwerke München – 75 m in 10,59 s
Fabian Grübel (M13) SV Germering – Schlagball 60 m

Gespannt darf man sein, wie der Veranstalter die Schülerrunde nächstes Jahr gestaltet. Er hat bereits angekündigt, für die U8 bis U12 die neue „Kinderleichtathletik“ einzuführen. Bleibt zu hoffen, dass die Leistungsträger weiterhin genügend Ansporn und Herausforderung finden.

 

Werner-von-Linde-Sportfest 2013

Auch heuer strömten Kinder, Schüler und Jugendliche massenhaft zu dem größten Hallensportfest für (Süd-) Deutschland, Tschechien, Österreich und Italien.

Das Lindestadion in München genießt eine magische Anziehungskraft für die jungen Athleten und dies ist kein Zufall: Bessere Wettkampfbedingungen lassen sich in der Wintersaison kaum finden und München ist – insbesondere für die ausländischen Gäste – allein schon eine Reise wert.

An dieser Stelle möchte ich themenbedingt nur auf die U12 eingehen,die ja der Kinderleichttahletik zuzurechnen ist. Die W10/M10 Athletinnen und Athleten maßen sich über 50 m Hürden (48 cm), Standweitsprung und Kugelstoßen (Medizinball 2 kg) sowie im 5 x 50 m Hürden-Staffelwettbewerb. Für die W11/M11 gab es zusätzlich einen 50 m-Lauf. Schließlich wurde jeweils für die Mädchen und Buben die beste Mannschaft gesucht, die den Linde-C-Cup als Wanderpokal erringen sollte.

Siegerinnen bei den W10 wurden

50 m Hürden – Madeleine Englisch (DJK Altdorf) 9,86 s
Standweitsprung – Laura Kirsch (TSV 1860 München) 1,81 m
Kugelstoßen – Barabara Grüner (PSV München) 6,15 m

Sieger bei den M10 wurden

50 m Hürden – Pascal Fromm (USC München) 9,51 s
Standweitsprung – Simon Schöndorfer (SC Gröbenzell) 2,02 m
Kugelstoßen – Xaver Müller (SC Gröbenzell) 7,32 m

Besonders erwähnenswert ist der jeweils 2. Platz der Teilnehmer aus der unteren Altersklasse M09 im 50 m-Hürdenlauf, den Leon Windpassinger (MTV Ingolstadt) mit 9,58 s belegte, sowie im Standweitsprung, in dem Armin Kuffer (TSV München-Ost) den 2. Platz errang.

Siegerinnen bei den W11 wurden

50 m – Nadine Wolf (LAZ Kreis Günzburg) 7,64 s
50 m Hürden – Nadine Wolf (LAZ Kreis Günzburg) 8,75 s
Standweitsprung – Semira Reiser (TSV Weilheim) 2,06 m
Kugelstoßen – Cassandra Bailey (TSV München-Ost) 7,75 m

Sieger bei den M11 wurden

50 m – Florian Knerlein (LG Donau/Ilm) 7,43 m
50 m Hürden – Dominic Herr (LAZ Kreis Günzburg) 9,16 s
Standweitsprung – Vincent Saller (TSV 1860 München) 2,10 m
Kugelstoßen – Luka Tomas (TSV München-Ost) 8,85 m

Sieger im Staffelwettbewerb über 50 m-Hürden wurden in der U12 jeweils die Mädchen und die Buben vom TSV München-Ost.

Am Schluss durfte sowohl  die Athletinnen als auch die Athleten des TSV München-Ost als Sieger der Gesamtwertung der C-Jugend (U12) den jeweiligen Wanderpokal des Linde-C-Cups aus den Händen des Schirmherrs Dr. Albrecht von Linde entgegennehmen.

 

 

 

 

Schülerhallensportfest in Neuburg / Donau

Am 2. Februar 2013 fand wieder das Hallensportfest für die Schülerleichtathletik in Neuburg statt. Rund 250 Kinder und Schüler aus 13 Vereinen waren gekommen, um sich weitgehend nach den Regeln der traditionellen Kinderleichtathletik zu messen.

Alle Altersklassen von der U10 bis zur U12 ermittelten die Sieger im 30m-Sprint. Fester Bestandteil war auch der Mittelstreckenlauf, der – je nach Alter – über vier, sechs bzw. acht Hallenrunden ging.

Lediglich in der dritten Einzeldisziplin wurde variiert. Während die U10 und U12 im Standweitsprung wetteiferten, durfte sich die U14 im Hochsprung und im Kugelstoßen messen.

Zur Abrundung gab es die Mannschaftsstaffeln sowie eine Gaudistaffel, an der alle teilnehmen durften.

Trotz – oder gerade wegen – des recht hohen Leistungsniveaus möchte ich an dieser Stelle keine Einzelleistungen hervorheben. Es war auf jeden Fall eine gut gelungene Veranstaltung, die zeigte, dass man Spaß und Leistung auch in der traditionellen Leichtathletik verbinden kann.

Und wenn der Etat des Vereins noch eine bessere Computerisierung zulässt und die Urkunden nicht mehr von Hand geschrieben werden müssen, dann dürfen sich die Kinder – und vor allem die Eltern – schon einige Stunden früher über ihre Erfolge freuen.

Fazit: Gratulation für die Veranstaltung, für die sich auch eine Anreise aus dem Süden Oberbayerns lohnte. Zu wünschen bleibt, dass die „neue Kinderleichtathletik“ auch im nächsten Jahr keinen „Kindergeburtstag“ daraus macht.

 

Ausblick auf die neue „Kinderleichtathletik“ 2013

Nachdem die neue „Kinderleichtathletik“ letztes Jahr mit viel Werbung und Aufwand vom DLV durchgesetzt und zur alleinig zulässigen Veranstaltungsform für Kinder bis einschließlich der U12 ab 2014 erklärt worden ist, stellt sich die Frage, wie im „Übergangsjahr“ 2013 diese spielerische Veranstaltungsvariante in der Praxis ankommt.

Als Beispiel soll der BLV-Bezirk Oberbayern dienen, der mit der Landeshauptstadt München seit jeher der stärkste in Bayern ist. Die Ankündigung der Veranstaltungen ist meist schon bestätigt und durch Ausschreibungen manifestiert.

Ein Blick darauf zeigt schnell, dass sich gegenüber dem Vorjahr wenig geändert hat. Für die U10 und U12 wird weiterhin der traditionelle Dreikampf mit Einzelwertung angeboten, auch bei der Münchner Schülermeisterschaft. Die Veranstaltung nach der neuen „Kinderleichtathletik“ lassen sich an einer Hand abzählen und – was noch aussagekräftiger ist – neue Veranstaltungen sind kaum hinzugekommen.

Die wesentlichste Veränderung dürfte die Abschaffung der Einzelwertung – zugunsten einer Mannschaftswertung – im C-Cup (U12) sein, wobei die zunächst „angedrohte“ gänzliche Abschaffung schließlich doch nicht realisiert wurde. Ein Schelm, der denkt, dass die Punktzahlen für die Gesamtwertung doch weiterhin wie bei der bisherigen Einzelwertung ermittelt werden. Die besten Athleten werden dadurch genauso festgestellt, nur dass sie keine Pokale mehr für ihre Einzelleistung erhalten.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass die neue „Kinderleichtathletik“ trotz aller inszenierten Jubelveranstaltungen des DLV bisher nicht in der Praxis angekommen ist, und dies obwohl der BLV zu den Befürwortern bei der Abstimmung gehörte.

Man muss kein Prophet sein, um für 2014 nach dem Wegfall aller Übergangsregelungen weiterhin einen „passiven Widerstand“ bei den Veranstaltern vorauszusehen. Einige Funktionäre kündigen bereits „Umgehungsveranstaltungen“ an. Die Leidtragenden dürften letztlich aber doch die Kinder sein, da der spielerischen „Kinderleichtathletik“ wenig geneigte Veranstalter ihre Sportfeste ganz einfach ab der U14 beginnen lassen und die Jüngeren dann einfach weniger Wettkämpfe zur Auswahl haben.

 

Stadionsportfest und C-Cup-Finale in Weilheim

Nach spätsommerlichen 24° Celsius am Vortag wirkten die 12 – 14 ° am Sonntag in Weilheim doch etwas kühl. Wenigstens hörte punktlich zum Start der Regen auf, so dass trotz des etwas böigen Windes noch akzeptbable Bedingungen herrschten. Die Weitsprunganlage erwies sich sogar als rekordverdächtig, da zahlreiche Athleten/-innen ihre persönlichen Bestleistungen verbesserten.

Für die U8 und die U10 gab es einen so genannten spielerischen Dreikampf, bei dem der 50m-Parcour mit kleineren Hindernissen versehen wahr, der Weitsprung über einen – blau verpackten – Karton (Bananenkiste) ging und der Schlagballweitwurf über das Fußballtor erfolgte.

Obwohl im Gegensatz zu der kommenden neuen „Kinderleichtathletik“ eine Einzelwertung im Dreikampf erfogte, in welche im Weitsprung und Schlagballwurf jeweils die besten beiden Versuche einflossen, hielt sich die Begeisterung bei meinem Sohn trotz seines überlegenen Sieges in Grenzen, da keinerlei Vergleichbarkeit mit anderen Wettbewerben (Schülersportfesten) gegeben ist und die spielerischen Elemente doch reichlich gekünstelt sind. Konnte man beim Schlagballwurf über das Fußballtor dieses ganz einfach vernachlässigen, da die Athleten auch so ihre üblichen Weiten erzielten, so war der Karton beim Weitsprung zwar ebenfalls so gut wie ohne Einfluss auf die erzielbare Weite, doch musste die Kampfrichterin bei jedem Sprung denselben mit einer Hand zur Seite schieben (und zurück), damit sie mit der anderen Hand das Maßband durchziehen konnte. Da fragt man sich zwangsläufig: „Warum einfach, wenn’s kompliziert auch geht?“

Wesentlich interessanter war da schon der Dreikampf der U12, der – etwas ungewöhnlich – aus 50m-Hürden, Weitsprung und 800m-Lauf bestand und die letzte Möglichkeit bot, im C-Cup noch die eine oder andere Lücke zu schließen und sich in Position zu bringen.

In der W10 siegte in der Gesamtwertung des C-Cups überlegen Semira Reiser vom heimischen TSV Weilheim mit 2.328 Punkten aus sechs Disziplinen, wobei sie in vier Disziplinen (50m, 50m Hürden, Weitsprung und Hochsprung) mit Bestleistungen glänzte.

Ebenso souverän siegte Denise Jäschke bei der W11 mit 2.748 Punkten. Um Platz 2 gab es ein enges Finish zwischen Iris Herbst (TSV München-Ost) und Lena Gruber (TSV Haar), das erstere im abschließenden  800m-Lauf knapp für sich entscheiden konnte.

In der M10 siegte Markus Fischer vom SC Prinz Eugen München, wobei allerdings der elftplatzierte Joel Akue (SV Putzbrunn) mit nur fünf gewerteten Disziplinen gute Siegchancen gehabt hätte.

In der M11 setze sich der spint- und sprungstarke Jil Maurice Gorzawsky (TSV 1860 München) mit 2.486 Punkten gegen die wurfstarkenTobias Hübner (Post SV München) und Daniel Jagr (TSV Trudering) durch.

Insgesamt war der C-Cup über die ganze Saison ein spannender und aussagekräftiger Wettbewerb, um den es jammerschade wäre, wenn er im nächsten Jahr der neuen „Kinderleichtathletik“ zum Opfer fallen sollte.

Schülersportfest Starnberg 2012

Obwohl die Wetterprognosen denkbar schlecht waren, hielt das trockene Wetter bis zum Ende der Veranstaltung und auch die Temperaturen blieben im akzeptablen Bereich. Das kleine, aber schöne Starnberger Stadion und die gründlichen und flexiblen Organisatoren  des TSV 1880 Starnberg hätten aber mehr Teilnehmer verdient gehabt.

Für die U10 bis U14 gab es Dreikampf, Staffellauf und 800 m. Besonders erwähnenswert erscheinen mir die folgenden Leistungen:

U10 (Disziplinen im Rahmen des Dreikampfs)

W09:
50 m: Lara Riedel (LAG Garmisch-Partenkirchen) 8,46 s

M09:
50 m: Noah Branch (TSV 1880 Starnberg) 8,38 m

M08:
50 m: Lukas Friedrich (FC Puchheim) 8,53 s
Weitsprung: Armin Kuffer (TSV München-Ost) 3,74 m

U12 (Einzelwettbewerbe)

W11:
50 m: Iris Herbst (TSV München-Ost) 7,66 s
Weitsprung: Iris Herbst (TSV München-Ost) 4,45 m

W10:
50 m: Semira Reiser (TSV 1847 Weilheim) 8,21 s
Weitsprung: Semira Reiser (TSV 1847 Weilheim) 4,30 m

M11:
50 m: Alex Oras (FT Jahn Landsberg) 7,72 s
Weitsprung: Albert Sikora (FT Jahn Landsberg) 4,38 m
Schlagball (80g): Max Wiemken (Post-Sportverein München) 49,50 m

M10:
50 m: Noah Müller (SV Germering) 8,04 s
Weitsprung: Vinzens Glogger (TSV 1880 Starnberg) 4,00 m

U14 (Einzelwettbewerbe)

W13:
75 m: Celina Friedrich (SC Baierbrunn) 10,80 s
Weitsprung: Leoni Ostler (LAG Garmisch-Partenkirchen) 4,51 m
Schlagball (80g): Leoni Ostler (LAG Garmisch-Partenkirchen) 40,50 m

W12:
75 m: Nicole Frank (TSV 1847 Weilheim) 11,22 s

M13:
Schlagball (80g): Jonas Riedel (LAG Garmisch-Partenkirchen) 52,50 m

M12:
75 m: Yannick Wolf (SC Baierbrunn) 10,63 s

Es war ein langer, aber schöner Leichtathletik-Tag für die Schülerinnen und Schüler im Großraum München. Man kann nur auf ein ähnliches Ereignis 2013 hoffen.

Münchner Schülermeisterschaft 2012

Am Samstag, den 14. Juli 2012, war es für die Schüler aus der Stadt und dem Landkreis München wieder soweit – die Schülermeisterschaft im Dantestadion stand an.

Obwohl die Wetterprognosen eher ungünstig waren, hatte der Wettergott ein Einsehen und ließ die Veranstaltung mit nur wenigen Regentropen und erträglichen Windverhältnissen – die meisten Veranstaltungen profitierten sogar vom Rückenwind – passieren.

Obwohl die Wettkämpfe für die U10 bis U16 ausgelegt waren, möchte ich an dieser Stelle nur auf die bemerkenswertesten Leistungen im Kinderbereich (U10 und U12) eingehen. Für mich ragten folgenden Leistungen aus dem insgesamt guten Niveau heraus:

U12 (Einzelwettbewerbe)

W11:
50 m: Iris Herbst (TSV München-Ost) 7,58 s
Weitsprung: Denise Jäschke (1860 München) 4,41 m

W10:
50 m: Pia Wilke (TSV Haar) 8,05 s

M11:
50 m: Gil Maurice Gorzawsky (TSV 1860 München) 7,43 s
Weitsprung: Gil Maurice Gorzawsky (TSV 1860 München) 4,55 m
Schlagball (80g): Max Wiemken (Post-Sportverein München) 55 m

M10:
Weitsprung: Joel Akue (SV Putzbrunn) 4,18 m

U10 (Disziplinen im Rahmen des Dreikampfs)

W09:
50 m: Alicia Zitko (TSV Haar) 8,38 s
Dreikampf: Alicia Zitko (TSV Haar) 1.031 Punkte

W08:
Weitsprung: Anna Buck (USC München) 3,43 m

M09:
Weitsprung: Simon Schöndorfer (1. SC Gröbenzell) 3,79 m
Dreikampf: Simon Schöndorfer (1. SC Gröbenzell) 947 Punkte

M08:
Weitsprung: Armin Kuffer (TSV München-Ost) 3,55 m
Dreikampf: Fabian Kupfer (TSV Schleißheim) 867 Punkte

Es war ein spannendes und leistungsstarkes Schülersportfest, das wegen der Einführung der „Kinderleichtathletik“ ab 2013 zumindest in dieser Form vermutlich zum letzten Mal stattfand.

 

 

 

 

Liebe Besucher,

willkommen auf unserer Webseite zur Kinderleichtathletik!

Eigentlich wollten wir an dieser Stelle Informationen zur Leichtathletik im Kinder- und Jugendbereich zusammentragen, Schülersportfeste verfolgen und vorstellen sowie bemerkenswerte Leistungen in Blogform auch kommentieren. Doch möglicherweise gibt es in diesem Bereich bald keine solchen bemerkenswerten Leistungen mehr vorzustellen.

Die aktuellen Ereignisse mit der Entscheidung des DLV, ab 2013 ein neues Wettkampfsystem in der Kinderleichtathletik exklusiv einzuführen, veranlassen uns nun aber doch, an dieser Stelle auch ein Wort über die neue „Kinderleichtathletik“ zu verlieren. Nicht dass wir grundsätzlich gegen Reformen in der Kinderleichtathletik wären, aber die Art und Weise, wie diese Reform durchgeboxt und aufoktroyiert wurde, finden wir zutiefst undemokratisch.

Es gibt sicher einige Disziplinen, wie z.B. Stabweitsprung oder Hindernisläufe, die  für Kinder durchaus vernünftig und auch als Wettkampfdisziplin durchaus akzeptabel sind, nicht aber das faktische Verbot des altehrwürdigen Dreikampfs und das exklusive Angebot von spielerischen Disziplinen in Mannschaftsform.

Leichathletik war immer in erster Linie eine Individualsportart und wird es auch bleiben. Gerade deshalb finden auch viele Kinder von Mannschaftssportarten zur Leichtathletik. So manches Kind, dasnoch  im U10-Bereich startet, hat jedenfalls nur ein sehr geringes Interesse an den neuen Wettkampfformen. Es hat vielleicht Glück, dass der Kelch altersmäßig an ihm vorüber geht.
Wir glauben auch nicht an einen mittelfristigen Erfolg der neuen „Kinderleichtathletik“, die bei mir in Anführungsstrichen bleibt. Unserer Meinung nach hätte sie problemlos als Zusatzangebot eingegliedert werden können, insbesondere im Training, nicht aber als Exklusivangebot mit dem damit einhergehenden Verbot der klassischen Disziplinen.

Es bleibt zu hoffen, dass genügend Vereine auch 2013 den Mut finden, in der U10 Dreikampf individuell anzubieten und sich von Strafandrohungen von Leichathletik-Funktionären nicht davon abhalten lassen. Dass es seitens der Kinder ein großes Interesse dafür gibt, ist außer Zweifel.

Über Anregungen und Kritik aus der Praxis würden wir uns freuen.

Euer

INTERDOC- Team