U12-Cup 2015 – Entscheidung in Weilheim

Am 11. Oktober 2015 wurde wie jedes Jahr durch das Stadionsportfest in Weilheim, das diesmal zugleich mit der DSMM ausgetragen wurde, der diesjährige C-Cup abgeschlossen.

Trotz anfangs nasskaltem Wetter gab es bei starker Beteiligung, die auch auf die gleichzeitig stattfindenden Deutsche Schüler-Mannschaftsmeisterschaften zurückzuführen war, zahlreiche gute Leistungen.

Obwohl dieses Jahr nur eine Siegerehrung der Mannschaften, nicht aber der Einzelsieger stattfand, harrten die Zuschauer – in der Regel die Eltern und Betreuer – bis zuletzt aus und bereiteten dem Sportfest eines schönen Abschluss.

Bei den Mädchen siegte die Mannschaft des TSV München-Ost vor dem TSV Unterhaching, bei den Jungen siegte die Mannschaft des TSV Unterhaching vor der dem TSV München-Ost.

In der Altersklasse 10 erzielte bei den Mädchen Fiona Frank vom TSV Weilheim vor Viktoria Utschneider vom SC Bad Kohgrug das beste Saisonergebnis, während bei den Buben Fabian Kutscha vom USC München vor Moritz Herbst vom TSV München-Ost lag.
In der Altersklasse 11 lag Veronika Wiedenbauer (TUS Geretsried) am Ende vor Kim Hägele (TSV Unterhaching), während die Vorjahressiegerin Carolin Gauler (LAG Garmisch-Partenkirchen) auf dem vierten Platz landete.
Bei den Buben konnte sich der U12-Cup-Sieger des Vorjahres Armin Kuffer (TSV Unterhaching) wiederum vor Lukas Friedrich (FC Puchheim) durchsetzen.

Über die Fortsetzung des U12-Cups im nächsten Jahr entscheidet demnächst die Kreistagssitzung des Bezirks München/Oberbayern Südwest.

 

Schülersportfest Zorneding

Das traditionelle Schülersportfest in Zorneding war heuer durch den gleichzeitigen Ferienbeginn zahlenmäßig etwas schwächer besetzt, doch sorgten zahlreiche Bestleistungen in der U12 für viel Freude und Spannung.

Bei den Mädchen der W10 siegte Michelle Werner vom Kirchheimer SC mit 1.187 Punkten im Dreikampf vor Laetitia Saalmüller vom TSV Isen mit 1.090 Punkten.
Veronika Wiedenbauer (TUS Geretsried) setzte sich in der W11 mit 1.324 Pukten vor Anna-Karina Braun (TSV Ottobrunn) mit 1.239 Punkten durch.

Bei den Jungen der M10 gewann Hubert Anglhuber vom TSV Mühldorf mit sehr starken 1.169 Punkten, womit er die Führung in der (inoffiziellen) deutschen Bestenliste übernahm. Überragend waren dabei die 7,59 s im 50-Meter-Sprint.
In der M11 siegte Armin Kuffer (TSV Unterhaching) mit 1.228 Punkten im Dreikampf, was ihm in der Bestenliste Rang drei einbrachte. Hervorrageng hier die 4,51 m im Weitsprung und die 53 m im Schlagballwurf. Knapp dahinter landete Raffaele Conversa (TSV Eintracht Karlsfeld) mit 1.203 Punkten, die ebenfalls ein Top10-Ergebnis in der Bestenliste bedeuten, wobei er mit 54 m im Schlagabllwurf überragte.

Insgesamt gesehen ein sehr schönes und empfehlenswertes Sportfest, das einen besseren Termin verdient hätte.

Schülersportfest Baierbrunn

Der Wettergott meinte es diesmal gut mit dem Veranstalter und auch sonst stimmten die Rahmenbedingungen. Lediglich die Fuhre Sand, die seit Jahren in der Weitsprunganlage fehlt, ist immer noch nicht eingetroffen.

Die U12 hatte diesmal ein Vierkampf zu absolvieren, der auch herausragende Ergebnisse in einigen Einzeldisziplinen brachte.

In der W10 siegte Anna Becker (TSV München-Ost) mit 1.363 Punkten knapp vor Viktoria Utschneider (SC Bad Kohlgrub mit 1.358 Punkten. In der W11 setzte sich Kim Hägele (TSV Unterhaching) mit 1.686 Punkten vor Veronika Wiedenbauer (TUS Geretesried) mit 1.627 Punkten durch. Herausragend waren dabei die 1,38 m von Kim im Hochsprung.

In der M10 lag Xaver Seelos (TSV Wolfratshausen) mit 1.484 Punkten am Ende knapp vor Moritz Herbst (TSV München-Ost) mit 1.473 Punkten. In der M11 siegte der Heimmatador Lucas Ziganek mit 1.699 Punkten vor Markus Motscha (TSV Unterhaching). Hier ragten die 8,37 s über 50m Hürden von Lucas Ziganek und Armin Kuffer heraus, der verletzungsbe-dingt im Hochsprung nicht antreten konnte und in den restlichen drei Disziplinen in Führung liegend den möglichen Sieg damit vergab. Hiermit setzten sich die Beiden zeitgleich an die Spitze der (inoffiziellen) deutschen Bestenliste der Leichtathletik-Datenbank.

Insgesamt wieder ein gelungenes Sportfest, das diesmal auch einigermaßen im zeitlichen Rahmen blieb.

Münchner Mehrkampfmeisterschaften 2015

Die offenen Münchner Mehrkampfmeisterschaften stellen für die meisten Kinder des Großraums München das erste Freiluftsportfest des Jahres dar. Auch in diesem Jahr standen alternativ der Drei- bzw. Vierkampf bei der U12 zur Wahl.

Den Dreikampf der AK10 bei den Mädchen gewann Viktoria Utschneider (SC Bad Kohlgrub) mit 1.103 Punkten von Nelly Zlatnanska (SV DJK Taufkirchen) mit 1.001 Punkten. Im Vierkampf siegte Lilian Forster (LFZ München) mit 1.293 Punkten vor Anna Becker (TSV München-Ost) mit 1.204 Punkten.
Bei den Jungen der AK10 siegte im Dreikampf Florian Bachhuber (MTV 79 München) mit 1.064 Punkten vor Moritz Herbst (TSV München-Ost) mit 1.021 Punkten. Hervorzuheben waren dabei besonders die 7,82s im 50m-Sprint von Florian. Im Vierkampf setzte sich Fabian Kutscha (USC München) mit 1.345 Punkten vor Henri Kliian (PSV München) mit 1.214 Punkten durch, wobei die 4,18m von Fabian im Weitsprung herausragten.

In der AK11 lag im Dreikampf Daniela Gauler (LAG Garmisch-Partenkirchen) mit 1.238   Punkten am Ende vor Ronja Falkner (MTV Ingolstadt) mit 1.121 Punkten. Im Vierkampf gewann Veronika Wiedenbauer (TUS Geretsried) mit 1.620 Punkten vor Kim Hägele (TSV Unterhaching mit 1.483 Punkten.
Bei den Buben der AK11 siegte im Dreikampf Leon Windpassinger (MTV Ingolstadt) mit 1.036 Punkten vor Paul Lampert (TSV Unterhaching) mit 1.013 Punkten. Im Vierkampf reichten Armin Kuffer (TSV Unterhaching) 1.503 Punkte zum Sieg vor Moritz Webers (LFZ München) mit 1.458 Punkten. Damit verteidigte Armin seinen Titel aus dem Vorjahr, obwohl er durch eine längere Verletzung noch beeinträchtigt war.

17. Sportfest Geretsried – Kreis-Meisterschaften U12

Parallel zu den Veranstaltungen der Kinderleichtathletik für die Altersklassen U8 und U12 wurden am 9. Mai 2014 in Geretsried die Kreis-Meisterschaften der U12 abgehalten. Diese wurden im traditionellen Dreikampf mit einem Zusatzwettbewerb über 800m abgehalten.

Leider spielte das Wetter nicht ganz mit, so dass anstelle der geplanten 50 m-Hindernis 50 m flach gelaufen werden musste, da der böige Wind die Hindernisse einfach wegwehte.

Trotz der widrigen Wetterverhältnisse wurden zahlreiche beeindruckende und herausragende Ergebnisse erzielt:

So lieferten sich in der W10 die beiden Penzbergerinnen Corinna Braun und Hanna Ackermann im 800 m-Lauf ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das erstere in der beeindruckenden Zeit von 2:54,88 min kann für sich entscheiden konnte.
In der M10 ragten die 4,12 m im Weitsprung von Armin Kuffer (TSV München-Ost) heraus, der auch den Dreikampf und den 800 m-Lauf seiner Altersklasse gewann.
In der W11 setzten Vevi Lory und Luka Meixner die Maßstäbe. Während erstere den Dreikampf mit angesichts der Witterungsverhältnisse durchwegs guten Leistungen dominierte, hatte Luka Meixner (ebenfalls SC Bad Kohlgrub) über 800 m die Nase vorne.
In der M11 setzte sich Christian Wohlschläger von der SG Hausham im Dreikampf klar durch und überzeugte besonders durch sein Weitsprungergebnis von 4,31 m.

Insgesamt gesehen war es ein harmonisches Schülersportfest mit guter Organisation, dem man im nächsten Jahr nur noch besseres Wetter wünschen möchte.

 

 

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Hallensportfest für Jugend und Kinder in Rain am Lech

Mitten im Winter lockte die schwäbische Kleinstadt wie immer viele Teilnehmer – 119 in diesem Jahr – in ihre Dreifachturnhalle, die dort mit Spaß um Begeisterung von der Altersgruppe U8 bis U16 um Zehntel, Zentimeter und um Titel wetteiferten.
An dieser Stelle sollen wie gewohnt die Wettbewerbe der Kinder von der U8 bis zu U12 näher betrachtet werden. Obwohl es sich nicht um ein rein traditionelles Sportfest handelt, spielt die „neue Kinderleichtathletik“ dabei keine große Rolle. Es geht leistungsorientiert zu, obwohl kindgerechte Elemente eingebaut sind.

Schon in der AK6 waren drei Kinder zu verzeichnen, welche erfolgreich die ersten Schritte auf den Wettkampfboden taten und naturgemäß in ihren Leistungen recht nah zusammen lagen.
In der AK7 taten sich im Vierkampf mit Daniela Müller bei den Mädchen und Maximilian Haftel bei den Buben die ersten Leistungsträger hervor, die jeweils einen klaren Sieg davontrugen.
Bei der M8 konnte sich Levin Hölzle von der LG ESV Augsburg / TSV Neusäß  mit 1.207 Punkten im Vierkampf klar von den Altersgenossen distanzieren.

In der AK9 konnte sich im Vierkampf jeweils ein Duo von der Konkurrenz absetzen: Bei den Mädchen dominierte Jessica Schulz knapp vor Jule Schreiber (beider LG Donau-Ries) , bei den Jungs hatte Tim Kirchhofer mit 1.593 Punkten knapp die Nase vor Florian Stampfer mit 1.575 Punkten (ebenfalls beide LG Donau-Ries).

In der U12 war ein Fünfkampf mit den Disziplinen 30 m-Sprint, Standweitsprung, (Scher-) Hochsprung, Medizinballstoßen (1,5 kg) und 4-Runden-Kauf (ca. 360 m) zu absolvieren.
In der W10 siegte mit Nina Jelinka (1.326 Punkten) von der LG Donau-Ries die ausgeglichenste Sportlerin, die in keiner Disziplin eine Schwäche erkennen lies.
In der W11 setzte sich Tamara Feder (1.785 Punkte) von der LG Donau-Ries durch, die insbesondere mit 2,09 m im Standweitsprung und 24,50 m im Medizinballstoßen glänzte.
In der M10 war Armin Kuffer von TSV München-Ost mit 1.767 Punkten erfolgreich, wobei die 23,50 m im Medizinballstoßen, die 1,97 m im Standweitsprung und die 1:19,4 min im 4-Runden-Lauf herausragten.
In der M11 siegte Luca Pohl von der LG Donau-Ries mit 1.816 Punkten und Highlights im 30-m-Sprint (5,7 s) und Im Hochsprung (1,25 m).

Es war eine gelungene Veranstaltung in einem passenden Rahmen mit vielen sehenswerten Leistungen, zu der man gerne wieder kommt.
Eine kleine Kritik möchte ich aber doch anbringen: Da beim Medizinballstoßen – wozu alle drei Versuche gleichberechtigt gewertet werden – ein Fehlversuch gleichbedeutend mit dem Aus im Fünfkampf ist, sollte man bei Kindern ein kleines Übertreten nicht gleich so hart bestrafen.

 

 

Kinderleichtathletik im Landesverband Westfalen

Das Verhältnis der traditionellen zur „neuen“ Kinderleichtathletik sorgt weiterhin für Diskussionen in den Landesverbänden, auch wenn es diese laut DLV gar nicht mehr geben sollte.

So werden im Landesverband Westfalen 2014 in der U8 nur mehr die neuen Wettkämpfe angeboten. In der U10 wird es weiterhin den traditionellen Dreikampf und die zugehörigen Einzeldiszipkinen im Angebot neben der „neuen“ Kinderleichtathletik geben. In der U12 bleibt es bei den bisherigen Einzeldisziplinen, wobei durch die Hereinnahme des Hochsprungs der Dreikampf bekanntlich zu einem Vierkampf erweitert werden kann.
Nicht diskutiert wurde offenbar die Frage, ob der Hochsprung – wie anderswo – auf den Schersprung beschränkt werden solle oder der Flop wie bisher gesprungen werden kann. Neben den traditionellen Wettkämpfen können auch in Westfalen „neue“ Wettkämpfe im Sinne der Kinderleichtahletik angeboten werden.

Den gesamten Artikel finden Sie in den nw-news.de.

Vorankündigung: 12. Ostseepokal 2014 in Rostock

Für Anhänger der leistungsorientierten Kinderleichtathletik dürfte der 12. Ostseepokal in Rostock das Großereignis 2014 werden.

Während viele Landesverbände 2014 in der U10 endgültig Abschied von der traditionellen Kinderleichtathletik mit Dreikampf bzw. Einzelwertung der Disziplinen nehmen, werden beim Ostseepokal alle traditionellen Disziplinen weiterhin in Einzelwertung angeboten.

So stehen für die Kinder der Altersklassen U10 und U12 folgende Wettbewerbe auf dem Programm: 50m, Weitsprung, Schlagball, 800m und 4 x 50m-Staffel.
Die Schüler der U14 treten über 75m, 800m sowie im Weitsprung, Schlagball und in der 4 x 75m-Staffel an.

Am 24. Mai 2014 ist es dann wieder soweit: Mehr als 500 Kinder und Schüler aus Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern werden um Pokale, Siege, Plätze und persönliche Bestleistungen wetteifern. Und einige Funktionäre des DLV werden sich ärgern …

Einzelheiten sind dem Flyer des Veranstalters zu entnehmen.

Die „neue“ Kinderleichtathletik mal anders betrachtet…

Das politische Problem ist, dass in Berlin das Leistungsprinzip denunziert wird. Leistung soll eigentlich gar keine Rolle mehr spielen. Es geht um Sozialintegration und um den Wohlfühlfaktor. Und das sehr viel mehr als um die Frage, ob jemand die pq-Formel beherrscht oder Latein kann. Es geht also um die Disqualifikation echter Lernziele zugunsten von sozialen Zielen.“

Prof. Dr. Norbert Bolz – Medienwissenschaftler

„Bei allen Reformen, die aktuell im Schulwesen unternommen werden, hat niemand eine Idee, wie er mit den besonders Leistungsbereiten umgehen soll“, kritisiert der Vorsitzende des deutschen Philologenverbandes Heinz-Peter Meidinger. In der Pisa-Studie 2010, die sich dem Schwerpunkt Lesen widmete, konnten alle Gruppen zulegen – nur nicht die besonders Guten.

Was wird da gesagt? Leistungsprinzip zählt nicht mehr? Wohlfühlfaktor ist wichtiger? Die Leistungsbereiten werden nicht gefördert?

Wer sich bewusst umschaut, kommt nicht umhin, genau diesen Eindruck zu gewinnen.

Und eigentlich ist es auch gar nicht mehr nötig besonders leistungsbereit zu sein. Warum denn auch, wenn Leistung nicht mehr anerkannt wird, wenn besonderer Fleiß oder Talent keinerlei Würdigung mehr finden. Warum lernen, wenn ich eh nicht mehr sitzenbleiben kann? Warum sich besonders anstrengen, wenn ich quasi per Gesetz und nicht per Leistung auf das Gymnasium gehen kann?

Aus dem Gedanken der Schaffung einer sozialen Gerechtigkeit ist das Szenario einer zunehmenden Gleichschaltung geworden. Einem englischen Rasen gleich, darf kein Kopf höher stehen als der Durchschnitt all der anderen Köpfe.

Die Folgen sind gerade in Zeiten von omnipräsenten Medien mehr als deutlich. Das Bildungsniveau unserer Kinder und Jugendlichen ist so schlecht geworden, dass Arbeitgeber keine Lehrplätze vergeben können, weil die Bewerber einfach zu schlecht sind. Selbst Professoren an deutschen Unis beklagen zunehmend die Abwesenheit von elementaren Fähigkeiten wie verstehendes Lesen oder Rechtschreibung.

Quelle: Personalmanagement-Studie

HR-Manager beklagen sinkende Bewerber-Qualität

Selbstbewusst, mit wenig Talent und geringen Qualifikationen sucht gut bezahlten Job. So oder ähnlich scheinen die Erfahrungen vieler Personalmanagement-Verantwortlicher bei ihrer Suche nach dem so dringend benötigten Personal. Nach Meinung jedes fünften HR-Managers hat sich die Qualität der Stellensuchenden in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar noch verschlechtert, so das Ergebnis einer aktuellen Human Resource (HR)-Studie

Quelle: boersenblatt.net

Worin sehen Sie die Gründe für den Rückgang der Ausbildungsverhältnisse im Sortiment? Zunächst einmal muss man die allgemeine demografische Entwicklung sehen: Auch außerhalb der Buchbranche suchen Betriebe inzwischen händeringend Auszubildende und rekrutieren sogar schon im Ausland. In vielen Gesprächen haben mir Buchhändler von ihren zunehmenden Schwierigkeiten berichtet, geeignete Bewerber für ihren Ausbildungsplatz zu finden. Es bewerben sich weniger Schüler, und die Qualität der schulischen Ausbildung entspricht oft nicht den Anforderungen der Buchhändler.

Neben der vermeintlichen sozialen Gerechtigkeit wird gerne auch der Leistungsdruck als wesentliche Motivation benannt, ein vorhandenes Leistungsniveau abzusenken. Es stellt sich jedoch die Frage, ob tatsächlich der Druck immer höher wird oder die Stressresistenz immer geringer. Hier bilde sich jeder selbst seine Meinung.

Wenn also erkennbar ist, dass der deutsche Weg der Gleichschaltung die Zukunftschancen unserer Kinder nachhaltig gefährdet, warum sollten wir dann in der Leichtathletik diesem Irrweg folgen?

Warum wollen wir Kindern die Möglichkeit nehmen an Prüfungssituationen wie sie bei Einzelstarts nun mal auftreten zu wachsen? Oder eben auch ihre momentanen Grenzen zu erkennen? Warum wollen wir unseren kleinen Sportlern Zentimeter und Sekunden nehmen, die ihnen unabhängig von Platzierungen zeigen, in welchem Maße sie sich verbessert haben? Ich habe vielmehr Kinder gesehen, die sich über eine neue persönliche Bestleistung gefreut haben, als welche, die trauerten über eine verpasste Platzierung!

Jahrelang hatten wir ein Schulsystem, welches dem unterschiedlichen Leistungsvermögen der Kinder Rechnung getragen hat…. Hauptschule, Realschule, Gymnasium.

Die zunehmende Abkehr davon führt zu einer Flucht hin zu privaten Bildungsträgern.

Quelle: Focus

In Nordrhein-Westfalen arbeitet die grüne Schulministerin Sylvia Löhrmann an der Abschaffung des Gymnasiums. Schlimm könnte es auch Sachsen mit seinen leistungsstarken Schülern treffen, wenn dort die SPD an die Macht käme. Ganz Sozialisten, träumen die Funktionäre von einer neuen Oberschule, auf der jedes Kind die mittlere Reife, am besten aber gleich das Abitur schaffen soll. Das wäre die ultimative Lösung aller Gerechtigkeitsfragen: das Abitur für alle.

Ich erkenne nicht, wie die „neue“ Kinderleichtathetik mehr Leistungssportler hervorbringen soll. Wenn ich Kinder quasi unter Vortäuschung falscher Tatsachen in die Leichtathletik hole, welche Reaktion erwarte ich dann, wenn diese ihr wahres Gesicht zeigt? Wenn ich wegen der Teamwettbewerbe zur Leichtathletik gehe und ich plötzlich mit 12 alleine am Start stehen – was geht da vor im Kopf des Athleten? Wenn ich Kaffee bestelle, aber dann Tee bekomme – wie reagiere ich?

Muss es nicht vielmehr unser Ziel sein, Kinder durch erfolgreiche Vorbilder zur Leichtathletik zu motivieren? Durch attraktiv gestaltete Wettkämpfe, die auch den begleitenden Eltern, Geschwistern, Großeltern, einen Tag mit Erinnerungswert bescheren?

Und muss es nicht auch unbedingt so sein, dass unser unendlich reicher Staat, erfolgreichen Sportlern, die für Deutschland starten und trainieren, auch die finanzielle Unterstützung und Anerkennung zukommen lässt, die sie verdienen?

Quelle: unbekannt

Norbert Warnatzsch, der frühere Trainer der vor gut einem Monat zurückgetretenen Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen, sieht in der Verbindung zwischen Leistungssport und Ausbildung ein echtes Problem. „Da verlieren wir viele, die sich dann doch für die berufliche Laufbahn entscheiden“, beklagte Warnatzsch. „Beides miteinander zu verknüpfen, gelingt den wenigsten.“ Hier müsse die Gesellschaft ansetzen und garantieren, dass junge Leute Leistungssport störungs- und verlustfrei ausüben können.

Hier schließt sich wieder der Kreis. Welche Motivation geben wir denen, die sich quälen und jeden Tag kämpfen für die Erreichung Ihrer Ziele? Wobei sich quälen nicht die Abwesenheit von Spaß bedeuten muss.

Die „neue“ Kinderleichtathletik kann ein Mittel sein  – keineswegs darf es das Alleinige sein. Wer sich abkehrt vom Leistungsprinzip auch in der Leichtathletik der Kinder und Jugendlichen, der wird ein böses Erwachen haben in wenigen Jahren. Denn anders als im Bildungssystem ist eine Umschulung in private Bildungseinrichtungen nicht nötig – man wechselt einfach Sportart und Verein.

 

Wendelsteiner Hochsprungmeisterschaften

Auch wenn es sich nach einer Veranstaltung für Erwachsene anhört, sind die Hochsprungmeisterschaften in Wendelstein bei Nürnberg zu einem erheblichen Teil auch ein Wettbewerb für Kinder und Schüler. So waren auch in diesem Jahr schon von der WM08 aufwärts viele Kinder und Schüler mit Begeisterung dabei, zumal die Veranstaltung auch offiziell mit musikalischer Untermalung angekündigt war.

Hier konnte man sehen, dass Leistung und Spaß auch gut zusammenpassen. Denn neben dem Spaß gab es auch eine Reihe von Spitzenleistungen zu bewundern, die ebenfalls quer durch die Reihe von 8- bis zu 65-Jährigen erbracht wurden. Es war einfach schön zu sehen, wie die Kinder direkt neben dem – zugegebenermaßen einzigen – Senior um Bestleistungen wetteiferten. Deshalb soll diesmal ausnahmsweise einmal auf der Webseite für Kinderleichtathletik dem Senior der Vorrang gegeben werden, Schließlich freute sich der 65-jährige Gerhard Wenzke von der LG Region Landshut wie ein kleines Kind, als er mit 1,51 m einen neuen bayerischen Rekord bei den Senioren der M65 aufgestellt hatte.

Aber auch die Kleinsten konnten schon mit schönen Leistungen überzeugen. So sind die 1,06 m in der M08 von Anton Möller (LG Landkreis Roth) genauso wie die je 1,15 m in der M09 von Armin Kuffer (TSV München-Ost) und Nils Kremling (LG Landkreis Roth), die 1,24 m in der W10 von Emma Bauer (LG Landkreis Roth) und die 1,27 in der M10 von Niklas Riedlmeier (LG Röthenbach/Pegnitz) durchaus auch überregional in der Kinderleichtathletik erwähnenswert.

Neben dem Seniorenrekord das Highlight der Veranstaltung lieferte die erst 13-jährige Magdalena Kuhn (LG Landkreis Roth), die mit 1,60 m die gleiche Höhe wie die Gesamtsiegerin Marlene Scharrer (LAV Hersbruck) in der W15 erzielte.
Aber auch die 1,45 m von Julian Thorandt (LG Nürnberg) in der M12 sowie die 1,54 m von Felix Gruber vom Veranstalter – der damit Wendelsteiner Hochsprungmeister wurde – waren bei den Schülern herausragend, wobei letzterer den Großteil der Veranstaltung wie die U10-Athleten im Schersprung absolvierte.

Insgesamt gesehen war es eine sehr gut organisierte Veranstaltung in einer sehr schönen Halle, wo man sich auf ein Wiedersehen freut.